Veronika in Sri Lanka
Im Osten

Ein ganz normaler Tag nehme ich mal an...

Hallo ihr Lieben,

heute war Indrani „spontan“ in Colombo, um dort einige Materialien zu kaufen.
Mitgegangen bin ich nicht (ich hätte auch überhaupt keine Lust gehabt mit dem Bus zu reisen).

Stattdessen war ich im Batikhaus.
Habe ein bisschen Designs geklärt, ein bisschen geholfen, wie sie alle anstehenden Sachen gefärbt haben (die Lehrerin war wieder da, sonst wäre das nicht passiert. Es schien ihr ganz gut zu gehen.) und dann noch selbst ein bisschen gewachst.
Zwischendurch habe ich den Ladies auch die Bilder von unserem Ausflug gezeigt, die ich Indrani geschickt hatte. Das war witzig, wie sie allesamt den PC umringt haben.

Vor Mittagessen konnte ich mich aber nicht drücken – Malani und Sriyani haben mich extra abgeholt!

Den Rest des Tages habe ich dann bei Indrani (aber ohne Indrani) verbracht.
Ich habe mit meiner „Knallerbse“ gespielt und saß dann bei den Soft-Toy-Ladies herum, bis Indrani gegen Abend kam.
Dann nur noch einigen organisatorischen Kram abklären, bis ich (schon total müde) von Amila ins Hotel gefahren werde….
Auch wenn es eigentlich noch nicht spät ist, aber heute werde ich früh ins Bett gehen (müssen)…
Nicht nur weil ich müde bin, sondern auch, weil ich Morgen wieder Unterricht gebe!

Aber davon Morgen mehr!

Macht´s gut, bis bald
und viele liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

22.11.11 14:28


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Heimfahrt

Hallo ihr Lieben,

heute war dann meine Reise in den Osten endgültig vorbei.

Hallo ihr Lieben,

Hallo ihr Lieben,
heute war dann meine Reise in den Osten endgültig vorbei.
Allerdings war die Heimfahrt noch wirklich schön, da wir am Rande des Naturparks langfuhren und noch einmal viele Elefanten sehen konnten.

Ich schaue sie mir doch immer wieder gerne an. Und es ist doch irgendwie anders die Dumbos und Benjamine in freier Natur sehen zu können, als eingesperrt in einem Zoo, auch wenn es gleichzeitig surreal ist, dass wir Menschen mit Autos direkt an ihnen vorbeifahren.

Die Fahrt ging schnell vorbei und auf einmal waren wir schon in Matara.
Es ging direkt zum Edelweiss, wo es erst eine Überraschung gab:
Mein Zimmer wurde gerade gestrichen.
Haha – na super, als hätte ich nicht gesagt, dass ich am Wochenende wiederkomme.
(Und versucht anzurufen habe ich auch).
Aber man nimmt es wie immer wie es kommt und da ich jetzt wieder in meinem Zimmer sitze, ist ja alles gut gegangen - so zu sagen…
Sonst ging es nur noch ans auspacken und Wäsche machen…
Sonst ist und war nichts mehr los.
Der Tag war heute sonst auch nur sehr regnerisch und – oh mein Gott- ich friere. Zumindest ein ganz kleines bisschen…

Aber alles halb so schlimm.

also macht´s gut, bis ganz bald wieder,
liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

30.10.11 13:46


Auf Fotosafari

Hallo ihr Lieben,

heute war mein letzter Tag bzw. Morgen in Ampara. Gestern Abend ist Saman angekommen und heute früh hat mich Ahmed bei einem letzten Frühstück verabschiedet.
Während unserer Abfahrt hat es fürchterlich geregnet und ich hoffte nur, dass es das nicht in allen Teilen Sri Lankas tat, vor allem nicht da wo wir hin wollten:
Zum Nationalpark!

Auf der Hinfahrt gab es schon allerhand zu sehen.
Vor allem Pfaue waren immer wieder zu sehen, mal haben sie ein Rad geschlagen manchmal auch nicht. Viele Kühe und Büffel waren auch am Wegesrand zu sehen.
Und auf einmal steht da mitten auf der Straße ein Elefant und hat seelenruhig gefuttert!
Das war vielleicht ein Anblick. Schade, dass ich davon kein Foto habe. Saman ist dann langsam um den Dickhäuter herumgefahren…

In Tissa haben wir uns erst einmal ein Hotel gesucht. Das hat zwar etwas gedauert, aber wir haben ein sauberes gefunden, das auch nicht allzu teuer ist.

Danach ging es endlich auf Safari in den Nationalpark.
Ich habe so unglaubliches Glück dort gehabt.
Zuerst hat das Wetter gehalten. Nein, noch besser, die Sonne kam sogar raus!
Dann habe ich unheimlich viele Tiere ganz nah gesehen. Krokodile, Warane, viele Pfauen und unendlich viele andere Vögel, Büffel, Rehe und auch Wildschweine.
Noch ziemlich am Anfang der etwa dreistündigen Fahrt halten wir auf einmal neben anderen jeeps an. Ein Tiger soll im Gebüsch sein. Aber der Tiger zeigt sich nicht wirklich…
So starren wir fast 10 Minuten (!) ins Gebüsch bis wir aufgeben und es weitergeht.
Zwischendurch heißt es von einem anderen Jeep - da hinten sind Elefanten.
Wo? Wo?
Weit hinten im Gebüsch, wenn man gute Augen hat, konnte man zwei Elefanten erahnen. Also eigentlich hat man nur einen braunen Fleck gesehen und ab und zu einen Rüssel oder Schwanz, der sich bewegt hat.
Wir fahren weiter und ich hoffe ich sehe zumindest einen Elefanten noch etwas näher.
Wir fahren bis zum Strand, steigen kurz aus und genießen das Panorama.
Da heißt es von unserem Fahrer wieder: Schau dahinten, auf dem Berg da ist ein Elefant. Und tatsächlich kann man einen Elefanten auf dem Felsen stehen sehen.
Leider auch sehr weit weg.
Aber ab in den Jeep und in die Richtung. Wir können gerade noch einen Blick auf den Elefanten erhaschen, bevor er auf die andere Seite des Berges verschwindet. Allerdings war er immer noch sehr weit weg.

Aber ich habe euch ja gesagt, ich hatte heute meinen Glückstag.
Denn auf einmal taucht ein Elefant aus dem Gebüsch auf und läuft auf uns zu und direkt an unserem Jeep vorbei- unglaublich! Er war maximal einen halben Meter von mir entfernt!
Zu meinem Bedauern hatte der Elefant eine Wunde am Bein.
ich hoffe sie war nicht allzu schlimm und heilt bald…

Kurz nach meiner glücklichen Begegnung mit dem Elefanten hatte ich nochmal Glück:
Ein mittelgroßer Bär war im Gebüsch ganz nahe bei der Straße, keine 2 Meter vom Jeep entfernt.
Das war auch ein ganz toller Anblick.

Auf dem Heimweg wurde es dann schon langsam dunkel und es fing wieder an zu regnen.
Jetzt war mir das aber ziemlich egal. Ich war glücklich und zufrieden mit heute!!!
Also, macht´s gut ihr Lieben,
viele liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika.

29.10.11 18:45


Nintavur Hospital

Hallo ihr Lieben,

um 9 Uhr hat mich Ahmed abgeholt und ist mit mir zum Krankenhaus in Nintavur gefahren.
Auf dem Weg ist er aber vorzeitig abgebogen.
Wir sind an einem Fluss vorbei gefahren, an dem Frauen ihre Wäsche gewaschen haben und der zur Hälfte mit Blumen „überwuchert“ war, in Richtung Strand.
Den Rest des Weges zum Krankenhaus sind wir also parallel zum Strand gefahren.
Genau zwischen dem Sandstrand und dem Beginn der Häuser.
Man hat noch ganz genau die Folgen des Tsunami sehen können. Sieben Jahre später noch.
Zwischen Häuserruinen standen immer wieder einsame Brunnen, die auf das Vorhanden gewesen sein  von Häusern hindeuten, die durch den Tsunami nicht mehr sind. Es war eine stille Fahrt.
Was man sieht stimmt einen nachdenklich. Ich habe mir versucht vorzustellen, wie die Katastrophe vor sieben Jahren stattgefunden haben muss. Man bekommt eine Vorstellung von der Zerstörungskraft des Wassers, trotzdem ist das alles nicht fassbar.
Es ist wirklich nicht einfach…

Die Fahrt dauerte nicht allzu lange und doch eine ganze Weile.
Bald sind wir aber am Distrikt Krankenhaus angekommen.
Dr. Mahir, der District Medical Officer, hat mich durch das Krankenhaus geführt.
So konnte ich nicht nur das Gebäude von außen mit seinen liebevoll gestalteten Grünanlagen sehen, sondern auch die Männer-, die Frauen- und die Kinderabteilung (die alle im ersten Stockwerk liegen). Außerdem besuchte im Erdgeschoss die Aufnahme der Patienten oder die Notaufnahme. Viele Bereiche waren heute aber nicht geöffnet, wie der Zahnmedizinische Bereich.
Zudem konnte ich auch Verwaltungsräume sehen, wie die kleine Bücherei für die Ärzte, den Versammlungsraum oder die Küche, die in einem Gebäude außerhalb liegt.
Alles wirkt sauber und das ist ja so ungemein wichtig für ein Krankenhaus.
Ich muss sagen, dass das Gebäude mich sehr beeindruckt hat, da es nicht nur funktionstüchtig scheint, sondern freundlich und einladend wirkt (und das für ein Krankenhaus!). Vor allem auch im Vergleich zu den anderen Krankenhäusern, die ich bisher (wenn auch immer nur kurz) gesehen habe.
Das Krankenhaus war wirklich schon ein wenig das Gegenteil von der Strandperspektive.
Ich stelle immer wieder fest wie wahr dieser Satz ist: „Sri Lanka ist ein Land voller Kontraste.“

Den Rest des Tages war ich im Gästehaus der Universität.
Gegen Nachmittag hatte es heftig angefangen zu regnen, sodass es keinen Sinn gemacht hätte irgendwohin zu fahren. Leider fahre ich morgen früh schon wieder. So ist es schade, dass ich keines der Patenkinder zuhause besuchen konnte oder noch ein wenig Strand auch wirklich genießen konnte.
Auch wenn ich morgen in aller Frühe schon wieder abfahre, waren die beiden Tage hier im Osten wirklich ein einmaliges Erlebnis. Besonders gestern werde ich noch lange in Erinnerung behalten!!!

Macht´s gut, habt noch einen schönen Nachmittag/Abend,
Viele Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

28.10.11 14:56


War heute Blumengarten und Filmstar in einem….

Hallo ihr Lieben,

es ist jetzt gerade mal vier Uhr, wo ich in wieder meinem Zimmer im Gästehaus der Universität sitze, aber ich habe heute sooo unglaublich viel erlebt.
Den Abend habe ich jetzt nichts mehr vor, dafür hat der Tag aber schon recht früh angefangen…

Damit es für euch übersichtlicher wird (und ihr nicht direkt davonlauft vor so viel Text), werde ich euch das alles übersichtlicher gestalten und alle Punkte von heute einzeln bloggen.
Hier gibt es den direkten Link:


Part 1– Besuch der Al-Mazhar Mädchenschule und Eröffnung der Junior Bücherei
Part 2- Al Ashraq Schule
Part 3 - Mittagessen und bei Niyaz

 

Oder ihr geht über die neue Kategorie Im Osten auf die Einträge…
Oder ihr scrollt einfach weiter nach unten…

Ich wünsche euch einen schönen Tag noch!!!
Macht´s gut,
viele Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

27.10.11 15:10


27.10 Part 1 – Besuch der Al-Mazhar Mädchenschule und Eröffnung der Junior Bücherei

Ankunft an der Schule
Um kurz nach 8 Uhr hat mich Ahmed, mit dem ich gestern auch angekommen bin, im Gästehaus abgeholt, das in Sammanthurai liegt. Knapp 10 Minuten dauerte die Fahrt zur Al-Mazhar Mädchenschule in Nintavur. Dort wurden wir schon erwartet. Zur Eröffnung der Bücherei wurden einige Ehrengäste erwartet (unter anderem ich [Hilfe ]) und deshalb standen viele der Mädchen Spalier und hielten mit Blumen gefüllte Schalen bereit. Da wir die einzig pünktlicheren Gäste waren, haben wir die Zeit für eine kleine Führung und Fototour genutzt (später wäre ich wohl nicht mehr dazu gekommen). Dann kamen die anderen Ehrengäste auch und die Begrüßungs- und Eröffnungszeremonie begann:

Hissen der Flaggen
Wir alle wurden zunächst mit Blumenkränzen behangen (die waren schon sehr opulent!!!) und ich habe zusätzlich (!) noch einen kleinen Blumenstrauß bekommen. Dann ging es durch den Mädchengang zum Fahnenmast. Die Mädchen waren sehr fleißig mit dem Schmeißen der Blumen, ich war über und über voll von Blumen! Beim Fahnenmast angekommen wurde mir die Ehre zuteil die Schulflagge zu hissen (ich war fast ein wenig zu schnell dabei, glaube ich&hellip. Während die Flagge von Sri Lanka und die der Schule gehisst wurden, wurden auch die Hymnen von einer Gruppe Mädchen gesungen.

Eröffnung der Bücherei
Während wir die Flaggen hissten, haben sich die Mädchen umgruppiert und bildeten jetzt eine Gasse, die bis zur Bücherei führte.
Also wurde ich noch einmal mit Blumen „bombardiert“.
Vor der Bücherei war eine Gedenktafel angebracht, wer denn für das Sponsoring der Bücherei verantwortlich war. Diese durfte ich zunächst feierlich enthüllen (ich habe einen Vorhang davor zur Seite geschoben ). Auch ich war als „Eröffnerin“ verewigt worden auf besagter Tafel.
Toll fand ich wirklich dann das grüne Band zur Eröffnung der Bücherei zu Zerschneiden (sowas wollte ich schon immer einmal machen).
In der Bücherei haben wir uns kurz umgesehen: Sie besteht aus eigentlich nur einem kleinen Raum, der voll von kleinen Tischen und Stühlen ist (sie ist ja auch für kleine Schülerinnen gedacht) und an der Wand steht natürlich noch ein Bücherregal. In das „Log-Buch“ der Bücherei sollten sich dann auch alle Ehrengäste eintragen, alles voran ich. Aber, was um alles in der Welt schreibt man in so etwas hinein? Sowas lernt man definitiv nicht in der Schule. Ich habe das dann irgendwie gemeistert ein paar nette Worte und Wünsche in das Buch zu schreiben.

Eröffnungszeremonie
Zu einer Eröffnung gehört natürlich noch eine Zeremonie voller Reden und ähnliches.
Diese fing gleich im Anschluss an.
Sie wurde von zwei Schülerinnen moderiert, was ich sehr schön fand.
Leider ziehen sich solche Veranstaltungen auch gerne, aber man sitzt ja und wir bekamen auch Getränke offeriert. Manche Reden waren kürzer, andere länger, manche auch auf Englisch.
Zwischendurch gab es einen Tanz und den Gesang einer Schülerin zu sehen, ein anderes Mal hat eine Gruppe Mädchen „Quesera“ gesungen (allerdinge in bisschen abgewandelt) und eine andere, verkleidete gruppe von Mädchen hat den Gesang nachgespielt.
Von den Schülern und Eltern wurden Bücher für die neue Bücherei gesammelt und die wurden uns Ehrengästen repräsentativ überreicht. Das heißt auch ich ging auf die Bühne und habe von zwei Schülerrinnen und deren Lehrerinnen Pakete überreicht bekommen, in denen sich die Bücher befanden. Davon wurden natürlich viele Fotos geschossen. Ein wenig später im Programm, wurde Ahmed und kurz danach auch mir, stellvertretend für den Verein „auxilio venire e.V.“, Dankes-Trophäen überreicht.
Dann war auch ich dran eine Rede zu halten. Zum Glück hatten Ahmed und Martina mich vorgewarnt.
So hatte ich mich doch zumindest ein kleines bisschen vorbereitet. Habe also von mir erzählt, was ich hier mache, dass ich Lesen für sehr wichtig halte und dass das Projekt hier deshalb wirklich toll ist und dass das alles eine große Ehre für mich ist und ich sehr dankbar bin hier sein zu dürfen.

Ende der Zeremonie
Die Zeremonie ging nicht allzu lang nach meiner Rede zu Ende. Danach sollte es noch eine Kleinigkeit im Zimmer des Direktors geben, aber erst einmal wurde ich von ALLEN umzingelt. Die Lehrer und Schüler waren alle ganz neugierig mich zu sehen, mir die Hände zu schütteln, mir Hallo zu sagen, mir ein paar Fragen zu stellen und Fotos von mir zu machen. Als wäre ich ein Filmstar oder so etwas. Ich habe mich kaum von allen losreißen können. Das war eine schöne und witzige aber wieder auch etwas merkwürdige Erfahrung.
Dann gab es noch besagte Kleinigkeit (viel Süßkram plus die obligatorische Banane, die seltsamerweise nach Orange geschmeckt hat) und bald darauf ging es auch schon weiter zur Al-Ashraq Schule für Mädchen und Jungen.
Bevor wir ins Auto gestiegen sind, durfte (oder musste?) ich noch mal dutzende Mädchenhände schütteln.

… Weiter geht es bei Part 2- Al Ashraq Schule

27.10.11 14:58


27.10 Part 2- Al Ashraq Schule

Beim Direktor
Die Al-Ashraq Schule für Jungen und Mädchen liegt gar nicht so weit entfernt von der Al-Mazhar Mädchenschule, sie ist aber noch mal um einiges größer.
Über 2000 Schüler sind hier eingeschrieben. Man betritt die Schule über eine große Grünanlage, was mehr als ansprechend aussieht. Daneben und gegenüber dem Eingang, befinden sich die ersten Gebäude der Schule.  Das Gebäude am anderen Ende steuern wir zuerst an. Es ist das Verwaltungsgebäude, in dem ich einige der Arbeiter dort kennenlerne. Anstatt Ahmed, wird nun sein Bruder die Person sein, die mir alles zeigt und erklärt.
Zuerst geht es aber hoch zum Direktor, bei dem ich auch erfahre, dass die Schule sogar schon einen Preis gewonnen hat für ihr Umweltbewusstsein (die Grünanlagen etc.).

Naturwissenschaften
Nach dem Besuch beim Direktor besichtigen wir zuerst die ganz neu und frisch eröffneten (wenn ich es richtig verstanden habe, wurden diese auch erst heute eröffnet) Naturwissenschaftsräume oder –Labore, die direkt hinter dem Verwaltungsgebäude lagen. Der Biologie-, Chemie- und Physiksaal sind wunderschön gestaltet worden, mit vielen bunten Bildern an der Wand und sehr viel Material zur Anschauung oder zum Experimentieren. Ich bin fast neidisch geworden auf die Schüler und ich hoffe sie werden in Zukunft diese noch sehr viel nutzen.
Es wurde auch vieles einfach nur ausgestellt, aber was ich da so gesehen habe war schon echt super. Im Biologiesaal waren lebende Fische und Vögel neben vielen toten Tieren (weniger schön, aber auf jeden Fall interessant) aber auch viele, viele Anschauungsmodelle. Im Chemiesaal gab es viele Chemikalien (was auch sonst), aber auch Experimente mit Batterien oder ein Modell zur  Salzgewinnung. Der Physiksaal hatte viele Hydraulikmodelle ausgestellt, die von den Schülern selbst gemacht waren. Zudem gab es auch viel über und zur Elektrizität zu bestaunen.
Im Chemiesaal (wie passend) wurde ich auch wieder eingeladen mich in einem Buch zu verewigen.
Jetzt hatte ich ja schon Übung darin.
Vor dem Physiksaal war von den Schülern noch ein besonderes kleines Experiment vorbereitet worden, bei dem sie per Druckluft eine Flasche in den Himmel geschossen haben (deshalb war das Experiment auch draußen ).

Das „Internat“
Nach der Besichtigung der neuen Säle, haben wir noch einige Gebäude hinter uns gelassen und sind am Rand eines großen freien Sportplatzes gelangt. Diesen haben wir überquert und sind zu einem kleinen ummauerten Gebäude innerhalb des Schulkomplexes gelangt.
In diesem Gebäude wohnen einige Schüler, die weit entfernt von der Schule leben, während der Schulzeit, ähnlich wie in einem Internat.
Die Inneneinrichtung wurde, so erklärt mir Ahmeds Bruder, über den Verein „auxilio venire e. V.“ erbracht.
Das Haus besteht aus drei Räumen, man betritt ihn in der Mitte, in dem ein großer Tisch steht. Links und rechts davon gehen zwei Türen zu Schlafräumen ab, in denen Betten für an die 10, 12 Kinder standen. Dazu hatte jeder noch ein kleines Regal. In jedem Raum war außerdem noch ein zusätzlicher Tisch und, weil das ehemalige Klassenräume waren, befindet sich in jedem Raum noch eine Tafel.

Klassenzimmer
Weiter geht die Führung durch die Schule. Ich schaue mir noch einige Klassenzimmer an. Zuerst schauen wir kurz in den Chemieunterricht der Abgänger. Die Schüler sind sehr schüchtern, ich aber fast genauso. Ahmeds Bruder stellt mich allen Klassen und Lehrern, die wir besuchen vor und nimmt so das Ruder in die Hand. Nach den A-Level-Studenten sind wir einfach von einem Klassenzimmer, von einem Gebäude zum anderen gegangen. Die Schule ist wirklich riesig und so sehe ich auch nur einen „Flügel“ davon, sonst würde es zu viel werden.
Die meisten Schüler sind Muslime. Die Mädchen tragen so fast alle ein Kopftuch. Aber unterwegs treffe ich auch auf zwei Tamilinnen, die, da sie Hindus sind, kein Kopftuch tragen. Sie bekamen gerade extra-Tamil-Unterricht (auf dem Gang).

Kurze Zeit bleibe ich danach noch im Verwaltungsgebäude, trinke etwas und erfahre noch ein bisschen was über die Stundenplanmacherei und die Organisation der Schule.


…Weiter geht es bei Part 3 – Mittagessen und bei Niyaz

27.10.11 14:54


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