Veronika in Sri Lanka
Phänomäne in Sri Lanka - Umwelt

Mittwoch - 19.10

Hallo ihr Lieben,

heute war der letzte Unterricht für die nächsten zwei Wochen…
Da hat man sich gerade an das Busfahren und alles gewöhnt…

Aber wie Sri Lanka ist es eigentlich immer so, dass es ersten anders kommt und zweitens als man denkt. Man kann sich nie sicher sein, was einen erwartet und man muss den Tag so nehmen und genießen wie er kommt.
Nehmen wir heute als kleines Beispiel.

Natürlich ist der Unterricht nicht in letzter Minute ausgefallen oder ähnliches. Oft sind es auch die kleinen Dinge, die einen in Erstaunen versetzten.
so warte ich in Matara, gegenüber dem Busbahnhof darauf abgeholt zu werden, auf einmal tauchen mitten im dichten Straßenverkehr zwei Ziegen auf.
An Kühe auf der Straße hat man sich ja schon fast gewöhnt (außer sie laufen sehr nah hinter einem her und man hat Angst, sie könnten einen auf die Hörner nehmen, so wie bei meinem Nachhauseweg gestern). Aber Kühe in Matara im dichten Straßenverkehr gibt es auch nicht so häufig. Die bleiben dann doch lieber im Dorf.
Nicht so die Ziegen. Völlig unbekümmert laufen sie quer über die Straße.
Eine frisst dann nicht weit weg von mir Reis, das auf der Straße in einem Blatt lag und offensichtlich Abfall war, über das nur wenige Minuten zuvor auch ein Auto gerollt ist. Na dann- Guten Appetit.
Beide hatten eine orangene Stirn, ob das allerdings eine bestimmt Bedeutung hatte, weiß ich leider nicht.

Und noch eine kleine Änderung gab es heute:
Der Raum, in den wir sonst gehen, war heute nicht zugänglich. Also sind wir umgezogen zu sehr alten Schulbänken und einem wackeligen Whiteboard. Aber man konnte immer noch gut unterrichten.

Heute ging es um den Körper und um Kleidung.
ich habe gestern ja alles bei Indrani vorbereitet, außer einem Spiel. Mir fehlte gestern Abend noch ein Spiel, am besten über Körperteile, die ich mit ihnen machen konnte, ohne viel vorzubereiten.
Ich habe mit ihnen dann „Kommando Bimberle“ (so wie ich es kenne, oder auf Englisch: „Simon says&ldquo gespielt und als Kommandos gab es dann Körperteile…
Ich glaube allerdings, dass die nicht ganz ehrlich zu mir waren dabei.
Ich konnte es aufgrund der Sitzordnung, die mal frontal, statt U-förmig war, auch nicht gut nachvollziehen.
Aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache, sondern es soll ja Spaß machen. Und ich hoffe doch das hat es ihnen.

Morgen geht es früh los ins Landesinnere…
Um 7 Uhr darf ich am Busbahnhof in Matara sein und dann geht es ab zum „Preschoolteacher Trainingsprogramme“.
Darauf freue ich mich auch schon wieder.
(Dass deshalb am Freitag kein Unterricht ist, habe ich euch, glaube ich, gesagt. Das „PTTP“ findet von Donnerstag bis Samstag statt. Und die Woche danach, ich kanns noch kaum glauben, geht es los in den Osten&hellip

Bis bald und macht´s gut,
viele Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

19.10.11 14:32


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Phänomene: Shopping

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich heute Morgen bei Indrani war und das einzig wirklich Interessante für euch neben der Office Arbeit das ist was wir danach gemacht haben – Shoppen - , will ich euch zumindest davon berichten.
Natürlich waren wir nicht nur für mich einkaufen. Aber wenn man schon mal unterwegs ist. Denn so eine Tucktuckfahrt kostet…

Vielleicht fällt der Eintrag ja sogar unter die Kategorie Phänomene.
Heute das Einkaufen


Also das Einkaufen gestaltet sich für einen unwissenden Europäer, so wie mich, etwas schwieriger.
Nehmen wir als Beispiel die Einkaufstraßen von Galle oder Matara.
Es ist wirklich unübersichtlich. Mindestens eine Millionen Werbetafeln sind zu sehen. Auch einige nur auf Singhalesisch. Also total unleserlich für mich. Fast so wie chinesische Zeichen, nur dass die singhalesische Schrift viel geschwungener und schöner ist. Man ist ja parteiisch.
Aber zum Glück habe ich Indrani, die kennt sich in dem Wirrwarr aus und weiß wo man hinmuss.
Wo es was gibt und für einen guten Preis.

Heute sind wir dann erst mal zu einem Gemischtwarenladen gefahren.
Eine bessere Bezeichnung dafür fällt mir leider nicht ein.
Es ist zwar nicht so, dass es überall alles gibt. Die Läden haben sich auch hier spezialisiert.
Aber in dem Laden gab es für den Haushalt so gut wie alles.
Im oberen Stockwerk war er aber eher auf Stoffe und Nähartikel spezialisiert, also auch genau das, was wir brauchen. Trotzdem konnte man stifte, Töpfe, bürsten, Kosmetikartikel und noch viel mehr dort kaufen. Wenn das keine Berechtigung für den Begriff „Gemischtwarenladen“ ist…
Aber der Platz, den so ein normaler Laden verbraucht ist ungeheuer winzig.
Witziger weise sehen die meisten Läden von vorne noch kleiner aus.
Aber Sie sind Raumwunder. Daran gemessen, wie viel an Artikeln in ihnen Platz finden.
Für Menschen wird das schon schwieriger.

Eine weitere Besonderheit: Man wird bedient.
Es ist nicht so, dass man durch den Laden spaziert, sich Sachen nimmt und dann zur Kasse spaziert.
Das ist mir so nur in einem Supermarkt passiert, aber in den normalen, kleineren Geschäften nicht.
Ein Verkäufer ist an deiner Seite. Ihm sagst du was du willst, er zeigt dir die Artikel, du prüfst ihn, ob er dir auch gefällt, und dann bringt er ihn zur Kasse oder zeigt dir andere Artikel, falls man diese hat.
Und dann warten deine Artikel an der Kasse oder werden noch gereicht, wenn du bezahlen gehst.
Dementsprechend gibt es auch mehrere Verkäufer in einem Laden.
Viele Artikel werden auch nur hinter einer Theke angeboten, das heißt, dass man als Normalkunde gar nicht erst an die Artikel herankommt.
Und wenn mal viel mehr viele Kunden als Verkäufer in einem Laden sind, das ist mir schon in Galle passiert, dann heißt es sich durchboxen.

Noch etwas:
Man nimmt nie größere Taschen mit.
In vielen Geschäften muss man diese nämlich am Eingang abgeben.
Ich glaube das geschieht vor allem aus Sicherheit. (Schutz vor Diebstählen und so)
Andere Gründe fallen mir auch nicht ein.
Gerade bei den etwas „besseren“ Geschäften findet sich das.
Manchmal ist es ganz gut, wenn man schon schwere Einkaufstüten hat, kann man diese da auch abladen, und zumeist werden die Taschen auch „bewacht“.
Für „Weiße“ gilt das allerdings nicht.
Ein Privileg, aber auch irgendwo eine Frechheit.
Ich weiß noch nicht so genau wie ich das finden soll.

Aber auf jeden Fall, liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

10.8.11 14:22


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