Veronika in Sri Lanka
Phänomäne in Sri Lanka - Verkehr

da bin ich wieder

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich mich nun einige Tage lang nicht gemeldet habe, will ich jetzt wieder damit anfangen.

In den letzten Tagen ist zum Glück nicht viel passiert, was man hätte verpassen können.
Ich lag die meiste Zeit auf der faulen Haut und habe mich noch ausgeruht und auskuriert.
Ich habe viel gelesen und vor allem viel geschlafen (und das tat wirklich gut!) und ich war auch ab und zu schwimmen.
Ich habe auch ganz lieben Besuch bekommen. Alle haben mal nach mir sehen wollen.
Gerade heute Morgen standen auf einmal alle Batikerinnen vor mir (und ich war noch im Begriff aufzuwachen).
Sie haben mir sogar Kekse mitgebracht, was ich total lieb finde!
Ich denke, dass es mir auch soweit wieder recht gut geht (ich fühle mich zumindest gut), ich will es aber noch nicht übertreiben oder meinen Magen herausfordern.

Heute habe ich mich (nach meinem Besuch) wieder aufgerafft, habe meine Tasche geschnappt und bin zu Indrani spaziert.
Aber eigentlich bin ich direkt wieder zurück ins Batikhaus (die paar Meter), wo ich wieder fleißig am wachsen war.  

Nachdem dann alles fertig gewachst war, bin ich nochmal kurz zu Indrani, mich auf den neuesten Stand bringen etc.

Alles in allem war mein Tag nicht allzu lang und noch nicht allzu anstrengend.

Also macht´s gut,
ich lass bald wieder von mir hören,
viele liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika.

17.11.11 13:34


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Phänomene im Straßenverkehr von Sri Lanka - Hupen

Phänomene im Straßenverkehr von Sri Lanka

Heute will ich wieder über ein Phänomen in Sri Lanka sprechen.
Es verfolgt mich jeden Tag. Und ich glaube ich muss bald Gebärdensprache lernen, denn wenn ich wieder nach Hause komme bin ich wohl taub.
Wovon ich spreche?
Das Hupen.

Hupen scheint zum guten Ton zu gehören.
Ich glaube ja sogar, dass man als Sri Lanker – zumindest im Straßenverkehr – so etwas wie eine biologische Uhr für das Hupen haben muss. Eine von der Sorte, die einem sagt: „Hey, du hast schon seit 15 Minuten nicht mehr gehupt, tu es bald mal wieder!“
Beweisen konnte ich diese Hypothese bislang noch nicht.

Aber ich habe mal versucht einige Gründe für das Hupen zu finden.
Es scheint nämlich tatsächlich so, dass man hier nicht nur ohne Grund hupt.
Hier meine Top  9 (Schade, dass es nicht 10 geworden sind )

  1. Man hupt, damit ein sich vor einem befindender Verkehrsteilnehmer aus dem Weg geht.
    Meist handelt es sich dabei um kleinere Fahrzeuge, als das in dem man sich selbst befindet.
    Fußgänger und Fahrradfahrer werden also am häufigsten „aus-dem-weg-gehupt“.
  2. Man hupt um den Straßenverkehr vorzuwarnen, dass man überholen will. Vor allem wird der Vor- Einem- Fahrende gewarnt und wenn man Glück hat bemerken das auch noch Verkehrsteilnehmer auf der anderen Straßenseite.
    Oft sind Grund eins und zwei auch dasselbe.
  3. Man hupt auch wenn es nicht weitergeht im Straßenverkehr.
  4. Oder auch wenn einer sich vordrängelt.
  5. Es gibt auch sinnvolles Hupen: Wenn jemand ein gefährliches Manöver startet wird gehupt, ebenso…
  6. …wenn man um enge, unübersichtliche Kurven fährt.
  7. Ich habe auch das Gefühl Hupen wird zur Begrüßung genutzt. Zwei Busse begrüßen sich gerne so. Ob sich die Fahrer wirklich kennen, ist dabei glaube ich, nicht wichtig!
  8. Ähnlich dem Grund 5: Man hupt um Fußgänger auf sich Aufmerksam zu machen. Nicht etwa zu deren Schutz, so wie in Grund 1, sondern einfach, um einer Person zu sagen: „Hey ich hab  ich gesehen, du mich auch? Jetzt hoffentlich“ Vielleicht auch: „Hey, du bist weiß, hast du mich gesehen? Ich dich schon!“
  9. Ich habe aber immer noch das Gefühl man hupt auch einfach mal gerne um des Hupens willen!

Einige der Gründe sind sicherlich auch für Deutschland zutreffend. Aber das Hupkonzert, das hier einem geboten wird, ist mit Deutschem Hupverhalten, selbst das unserer aggressiveren Mitbürger hinterm Steuern, definitiv nicht zu vergleichen.
Sogar die Hupausstattung bei einigen Fahrzeugen ist mehr als originell und individuell. Und mindestens genauso lang und laut. Leider.

Ansonsten ist heute nicht sehr viel passiert.
Trotzdem bin ich sehr müde.
Also Gute Nacht und bis Morgen!

22.8.11 17:29


Phänomene: Bahnübergänge

Ein anderes Phänomen durfte ich heute erleben:
Bahnübergänge.


Die Schranken gingen runter.
Es gab die gleichen Warnhinweise, wie in Deutschland.
Und die größeren Fahrzeuge hielten brav an.
Was man von den kleineren nicht so sagen kann.
Obwohl das Signal klingt, die Warnleuchten blinken und die Schranken heruntergelassen sind, überqueren munter Fußgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer den Bahnübergang.
Fast unfassbar, wie man so sein Leben riskieren kann, denn als der Zug kam war er definitiv nicht langsam. Und ich kann nicht sagen, wie weit man Sicht hatte auf die Strecke. Aber im Nachhinein haben viele, die den Bahnübergang überquert haben in die falsche Richtung geschaut, um sich abzusichern, dass kein Zug kommt.
Zum Glück gab es heute keine Verletzten.
Vielleicht liegt es daran, dass die Sri Lanker in etwa einschätzen können, dass es vom Herunterlassen der Schranken noch in etwa eine Minute dauert, bis ein Zug kommt. Sollte es immer so sein, dass die

Schranke vielleicht einen Tick zu früh heruntergelassen wird? Wenn ich  Zeit, Muse und Gelegenheit habe, werde ich versuchen das für euch herauszufinden.

Machts gut ihr Lieben!

Eure Veronika

11.8.11 15:25


Phänomene : Busse

Heute widme ich meinen Artikel einer meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Straßenverkehr.
Heute: Die Busfahrt

Also, wie beschreibt man eine Busfahrt in Sri Lanka am besten?
Vielleicht sollte ich damit beginnen, dass die Fahrer hier, um es wirklich sehr nett auszudrücken, gerne etwas rasant fahren. Manche Fahrer kann man guten Gewissens als irre bezeichnen. Busse überholen sich auch gerne mal gegenseitig.
Vor Kurven bremst man nicht, und Fahrgäste müssen regelrecht in den Bus springen.  Gebremst wird nur, um die schafenden Fahrgäste aufzuwecken.
Eine Anschnallpflicht gibt es in Sri Lanka im Übrigen auch nicht. Auch wenn es in Deutschen Stadtbussen auch keine Gurte gibt (aber da fährt man auch nicht sooo!)

Und manchmal sieht der Bus auch nicht wie ein Bus aus, dann handelt es sich um ein Mehrpersonenfahrzeug. Mit so einem sind wir nach Galle gefahren. Da war es wirklich ganz schön eng! Und obwohl so wenig Platz war, waren Plätze für Mönche (und für Behinderte) reserviert.  Zum Glück nur reserviert und zum Glück stieg kein Mönch ein!

Ich muss einen Absatz den Fahrerkabinen widmen.
Die sind geschmückt, wie ein Weihnachtsbaum. Nur ohne weihnachtliche Motive.
Meistens befinden sich Bilder von Buddha und Heiligen dort, oft blinken die. Vielleicht kommt daher meine Assoziation mit dem Weihnachtsbaum?
Und diese Bilder sind oft auch noch über und über mit Blumen und Girlanden und Ketten geschmückt. Richtig bunt und opulent!

Und dann, bei unserer Rückfahrt nach Matara, sind wir in einen noch relativ leeren Bus eingestiegen.
Dann muss man zwar einige Zeit warten, aber man hat wenigstens einen Sitzplatz! Busfahrer fahren nämlich grundsätzlich erst los, wenn der Bus voll ist. Fahrpläne gibt es nicht.
Und dann wurde ich überrascht:
Nach und nach stiegen mehrere Händler in den Bus. Aber wie viele! Man muss eigentlich in Sri Lanka nicht auf einen Markt gehen, man muss sich nur in einen Bus setzen!
Es kamen diverse Obsthändler, jeder mit einer anderen Sorte Obst, die er zum Verkauf anbot: Zuerst der Traubenhändler, dann geschnittene Mangos, Orangen und nochmal die Mangos. Es kamen aber auch Händler, die haben ungesündere Snacks verkauft. Einer kam sogar mit Eis!
Außerdem kommen Losverkäufer in den Bus, genauso wie Spendensammler. Ich habe mich köstlich amüsiert!

Und das war es auch schon von der wunderbaren Welt der Busse…
Vielleicht fällt mir ja im Laufe der Zeit noch anderes  an ihnen auf…

6.8.11 17:39


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