Veronika in Sri Lanka
Nintavur Hospital

Hallo ihr Lieben,

um 9 Uhr hat mich Ahmed abgeholt und ist mit mir zum Krankenhaus in Nintavur gefahren.
Auf dem Weg ist er aber vorzeitig abgebogen.
Wir sind an einem Fluss vorbei gefahren, an dem Frauen ihre Wäsche gewaschen haben und der zur Hälfte mit Blumen „überwuchert“ war, in Richtung Strand.
Den Rest des Weges zum Krankenhaus sind wir also parallel zum Strand gefahren.
Genau zwischen dem Sandstrand und dem Beginn der Häuser.
Man hat noch ganz genau die Folgen des Tsunami sehen können. Sieben Jahre später noch.
Zwischen Häuserruinen standen immer wieder einsame Brunnen, die auf das Vorhanden gewesen sein  von Häusern hindeuten, die durch den Tsunami nicht mehr sind. Es war eine stille Fahrt.
Was man sieht stimmt einen nachdenklich. Ich habe mir versucht vorzustellen, wie die Katastrophe vor sieben Jahren stattgefunden haben muss. Man bekommt eine Vorstellung von der Zerstörungskraft des Wassers, trotzdem ist das alles nicht fassbar.
Es ist wirklich nicht einfach…

Die Fahrt dauerte nicht allzu lange und doch eine ganze Weile.
Bald sind wir aber am Distrikt Krankenhaus angekommen.
Dr. Mahir, der District Medical Officer, hat mich durch das Krankenhaus geführt.
So konnte ich nicht nur das Gebäude von außen mit seinen liebevoll gestalteten Grünanlagen sehen, sondern auch die Männer-, die Frauen- und die Kinderabteilung (die alle im ersten Stockwerk liegen). Außerdem besuchte im Erdgeschoss die Aufnahme der Patienten oder die Notaufnahme. Viele Bereiche waren heute aber nicht geöffnet, wie der Zahnmedizinische Bereich.
Zudem konnte ich auch Verwaltungsräume sehen, wie die kleine Bücherei für die Ärzte, den Versammlungsraum oder die Küche, die in einem Gebäude außerhalb liegt.
Alles wirkt sauber und das ist ja so ungemein wichtig für ein Krankenhaus.
Ich muss sagen, dass das Gebäude mich sehr beeindruckt hat, da es nicht nur funktionstüchtig scheint, sondern freundlich und einladend wirkt (und das für ein Krankenhaus!). Vor allem auch im Vergleich zu den anderen Krankenhäusern, die ich bisher (wenn auch immer nur kurz) gesehen habe.
Das Krankenhaus war wirklich schon ein wenig das Gegenteil von der Strandperspektive.
Ich stelle immer wieder fest wie wahr dieser Satz ist: „Sri Lanka ist ein Land voller Kontraste.“

Den Rest des Tages war ich im Gästehaus der Universität.
Gegen Nachmittag hatte es heftig angefangen zu regnen, sodass es keinen Sinn gemacht hätte irgendwohin zu fahren. Leider fahre ich morgen früh schon wieder. So ist es schade, dass ich keines der Patenkinder zuhause besuchen konnte oder noch ein wenig Strand auch wirklich genießen konnte.
Auch wenn ich morgen in aller Frühe schon wieder abfahre, waren die beiden Tage hier im Osten wirklich ein einmaliges Erlebnis. Besonders gestern werde ich noch lange in Erinnerung behalten!!!

Macht´s gut, habt noch einen schönen Nachmittag/Abend,
Viele Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

28.10.11 14:56
 


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