Veronika in Sri Lanka
Spontan in Galle

Hallo ihr Lieben,

Busfahren und Einkaufen ist ja soo anstrengend.
Heute war ich spontan mit Yasa, der Batiklehrerin, und Reshani, eine unserer Batikerinnen, in Galle.
In Galle (vergesst nicht: Das wird Goal ausgesprochen) war ich ja schon einmal mit Indrani, um Materialien für die Stofftiere zu besorgen. Also handgewebte, bunte Stoffe.
Anhand meiner Begleiterinnen könnt ihr vielleicht erahnen zu welchem Zweck wir in Galle waren.
Genau, zum Einkaufen von Sachen, die zum Batiken benötigt werden.

Die Busfahrt nach Galle dauert ca. eine Stunde, aber wenn man das Glück hat an einem Fenster zu sitzen, bekommt man nicht nur eine frische Brise vom Fahrtwind ab (die leider ein wenig mit Abgasen getränkt ist, aber das muss man ignorieren), sondern hat auch einen tollen Ausblick auf das Meer oder die Landschaft und die Häuser, je nachdem wo man sitzt.
Dieses Glück hatte ich auf den letzten zwei Dritteln unserer Hinfahrt.

Zum Sightseeing, dem Besuch des Forts war diesmal keine Zeit, stattdessen habe ich wieder den öffentlichen Nahverkehr ein wenig besser kennengelernt und die Einkaufsstraßen Galles.
Als erstes waren wir auf der Suche nach weißem Stoff.
Dazu sind wir erst mal in ein riesiges Warenhaus, das einfach alles anbietet. Ein Karstadt auf Sri Lankesisch so zu sagen.
Leider hatte das riesen Stoff-Angebot im obersten Stockwerk nicht den passenden Stoff für uns dabei.
Deshalb haben wir das Warenhaus unverrichteter Dinge verlassen und wollten uns auf den Weg machen Chemikalien zum Färben zu kaufen.
Auf dem Weg zum Busbahnhof sind wir noch an einem anderen Stoffgeschäft vorbei gelaufen, bei dem wir dann auch tatsächlich 3 verschiedene weiße Stoffe gekauft haben.
Und zurück ging es zum Busbahnhof, und per Bus durch diese riesige und verrückte Einkaufspassage, an dessen Ende ein Tempel mit einer großen Buddhastatue steht.
Davon habe ich euch glaube ich schon einmal ein Bild gezeigt.
Hier ist es noch mal, damit ihr euch das besser vorstellen könnt:


Verrückt ist diese Straße aufgrund der vielen kleinen, bunten und vollgestopften Läden, die aber typisch für Sri Lanka sind.
Am Tempel mit der Buddhastatue sind wir dann abgebogen in etwas ruhigere Einkaufsstraßen. Immer noch voll mit Geschäften, aber mit weniger Einkäufern und weniger Touristen.
Dort sind wir dann ausgestiegen und zum nahe gelegenen Chemikalienhändler, bei dem Indrani anscheinend schon alles vorbestellt hatte.
Wir mussten nur noch bezahlen und alles mitnehmen.
Dann sind wir wieder ein Stück gelaufen, um genau zu sein, bis zur Meerpromenade, an der auch die ganzen Busse vorbeifahren. Da haben wir uns auch gleich einen vorbeifahrenden Bus geschnappt, der nach Matara fuhr.
So haben wir uns den Weg zurück zum Busbahnhof gespart.
Vollbepackt haben wir uns auf eine Sitzbank gequetscht.
Im Bus wurde ich dann total müde, durch das Fahren an sich, aber wahrscheinlich auch, weil Shoppen und Laufen in der Mittagshitze anstrengend ist.
ich hoffe meine Sonnencreme hat Wirkung gezeigt, denn Galle hat sich im schönsten Sonnenschein präsentiert.
Bis jetzt bin ich aber noch nicht rot und das freut mich wirklich!!!
Auch wenn es anstrengend war, nach Galle zu kommen macht mir Spaß.
Die Stadt mag ich sehr. Auf jeden Fall lieber als Colombo.

Den Rest des Nachmittags (wir waren von 11 bis 4 unterwegs) war ich noch bei Indrani.
Die hat dann um 5 noch eine Art Generalversammlung gehabt mir allen Arbeitern.
verstanden habe ich nicht viel. Es wurde viel diskutiert, gelacht, dann wieder diskutiert. Am Ende hat mir Indrani noch versucht alles grob zusammenzufassen.

Jetzt versinkt gerade wieder die Sonne hinter dem Hügel und der Himmel ist orange-rosa.
Die Sonnenuntergänge sind seit kurzem sehr schön anzusehen.
Anfangs war der Himmel immer nur blass gelb, wenn die Sonne unterging, und wurde nur noch dunkelblau und dann schwarz.

Bei mir ist jetzt also zwischen 6 und halb 7. Um diese Zeit geht die Sonne nämlich immer unter. Jeden Tag.
Und dann ist alles friedlich. Zumindest bei mir im Kopf.
Dann schalte ich in den Feierabendmodus.

Dann lasst euch noch schnell Grüße aus Sri Lanka schicken.
Machts gut, eure Veronika

1.10.11 15:00


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Schwimmen an der Baustelle

Hallo ihr Lieben,

wer von uns war heute im Meer schwimmen?
Richtig! Diejenige, die euch alle ganz arg neidisch machen will.
Aber ich hoffe ihr hattet oder habt noch alle selbst einen schönen, hoffentlich sonnigen und vielleicht noch warmen Sonntag.
Ich kann kaum glauben, dass es schon Oktober ist und dass es bei euch immer kälter wird, während sich das Wetter hier kaum ändert und sonnig und warm bleibt.
Vielleicht wird es sogar noch besser, wenn die Saison richtig anfängt hier.
Vielleicht wird es dann auch zwischenzeitlich richtig ungemütlich in der Nachmonsunzeit.
Also mal abwarten.

Heute war mal wieder einer von diesen schönen nichts-tun-außer-Wäsche-machen Sonntage.
Bis auf eine Ausnahme:
Mit Anura, seiner Tochter und Anna sind wir zur Baustelle vom Edelweiss2 gefahren.
Anna muss vom Bau nämlich regelmäßig Bilder machen und den Baufortschritt festhalten.
Außer dem Bau des neuen Hotels hat die Baustelle noch einen echt tollen Strand zum Schwimmen zu bieten. Er ist weniger geeignet, um dort liegen und relaxen, dazu ist der Strand viel zu steil und kurz und wird immer wieder bis fast nach oben von Wellen erreicht.
Aber sobald das Wasser anfängt wird der Boden fast flach und man kann prima stehen bis 100m weit ins Meer. Und da es wenige Korallenbänke oder Steine gibt (und weniger heftige Wellen), wie hier beim Edelweiss1, kann man super schwimmen und sich von den Wellen treiben lassen.
Und das habe ich nach einer kurzen Stranderkundungstour auch gemacht.
Vorher habe ich mir noch die Ränder der kleinen Bucht angesehen und konnte ganz toll Krabben beobachten.
Die Arbeiter haben auch schon Schildkröten hier am Strand gesehen. Ich konnte leider keine ausmachen.
Wenn man so darüber nachdenkt, ist es fast schade, dass hier ein Hotel entsteht und den Schildkröten somit vielleicht ein Brut- oder Eiablageplatz genommen wird.
Aber wie das hier vorher war, weiß ich ja nicht genau.

Nun ja, dann macht´s gut,
viele liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

2.10.11 13:35


Gesangseinlage

Hallo ihr Lieben,

heute war ich wieder bei Indrani.
Wir müssen bald wegen meinem Visum schauen.
Deshalb waren wir heute auch beim „village officer“, der für das Dorf verantwortliche Beamte, ob er mich unterstützen kann bei meiner Visumsverlängerung.
Vipassi will mir auch dabei helfen, schließlich mache ich ja auch bei ihm etwas.
Aber weil ich Vipassi erst am Mittwoch zum Unterricht wiedersehe, lassen wir uns bis dahin noch Zeit.  Na hoffentlich geht nichts schief bei der Sache, vor allem bei dieser Zeitplanung, sonst muss ich am 15. Oktober ausreisen.
Das war also mein Vormittag.
Meinen Nachmittag habe ich im Batikhaus bei den Ladies dort verbracht.
Das war wie immer total lustig. auch wenn ich heute nicht mitbatiken konnte.
Das mache ich aber bestimmt noch mindestens einmal bevor ich gehe.
Die Batikdamen mag ich wirklich sehr.
Heute haben sie mich dazu gebracht zu singen.
Ramya wollte unbedingt ein deutsches Lied hören:
Hilfe. Genau in dem Moment fallen mir keine guten Lieder ein oder Lieder, die ich auch wirklich auswendig kann. Ich habe dann „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ angestimmt.
Und natürlich war es letztlich egal, dass ich mich nicht mehr an den Anfang erinnern konnte und zwischendurch auch mal eher gesummt als den tatsächlichen Text gesungen habe.
Die Frauen haben sich einfach gefreut und dann haben wir alle gelacht.

Jetzt beobachte ich wieder einen echt schönen, roten Sonnenuntergang von meinem Bett aus.
die Sonne versinkt gerade über dem Meerabschnitt, der zwischen den Häusern von meinem Fenster aus zu sehen ist. Ich wünschte ihr wäret hier und könntet euch das selbst ansehen, denn selbst wenn ich davon ein Foto machen würde, wäre es doch nicht so schön, wie die Wirklichkeit.

Macht´s gut ihr Lieben,
liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika.

3.10.11 14:40


1, 2 oder 3

Hallo ihr Lieben,

heute war ich vormittags bis 3 Uhr nachmittags bei Indrani. Produktiv war das nicht so wirklich. Ich habe ein wenig Sriyani beim Verpacken von Produkten (Ich habe Kartonrechtecke zugeschnitten). Später habe ich bei einer Lieferung von Nuwan gesehen, dass da etwas mit den Größen nicht stimmt (Ich habe Größe S anprobiert und es hätte mir selbst nach einem guten Essen immer noch gut gepasst). Wieder ein wenig später hat mich Amila mit einem Ball abgeworfen und dann habe ich mich gerächt. Nein, eigentlich habe ich mich noch nicht gerächt, denn ihn abgeworfen habe ich noch nicht. Es hat mir viel mehr Spaß gemacht ihm ein wenig Angst einzujagen und ihn ein wenig zu jagen.
Hihi.
Dann bin ich nach Hause, um meinen Unterricht morgen vorzubereiten.
Morgen müssen wir dann auch mit Vipassi wegen dem Visum reden, deshalb kommt mich Indrani dann abholen, so wie es im Moment noch aussieht….

Ich muss meinen Schülern mal ein wenig deutsche Grammatik ans Herz legen.
Zum Glück muss ich das nur auf sehr einfachem Niveau machen (für mehr bleibt ja keine Zeit), bei manchen Sachen wüsste ich ja selbst nicht mehr genau Bescheid.
Aber wozu gibt es das Internet?
Eine wahrhaft prächtige Erfindung!!!
Da kann ich ja immer nachschauen, wenn ich was nicht weiß.

Morgen will ich mit meinen Schülern dann also die Artikel durchnehmen. Mir ist sogar wieder ein Spiel eingefallen, das wir machen können:
1, 2 oder 3 … ähm ich meine natürlich „Der“, „Die“ oder „Das“.
Die Idee gefiel mir sehr gut, auch wenn es am Anfang vielleicht noch wenig pädagogisch sinnvoll ist (sie müssen die Vokabeln ja erst mal lernen).
Aber das Spiel kann man ja nächste Woche nochmal spielen…
Morgen ist es nur als Auflockerung gedacht.

Also macht´s gut,
liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika.

P.S.:

Ich glauebs nicht, aber die Hälfte meiner Zeit hier ist schon rum....

4.10.11 16:35


Unverhofft kommt oft

Hallo ihr Lieben,

heute war der Plan: Ich stehe um 7:30 Uhr auf, frühstücke gegen 8 Uhr, steige um 9 Uhr in den Bus ein, fahre zu Vipassi, gebe Unterricht von 10 bis 12 Uhr, dann rede ich noch mit Vipassi, fahre dann nach Hause und gehe wahrscheinlich noch zu Indrani…
Soweit der Plan.
Aber eben, wo sind wir denn hier? Genau: In Sri Lanka. Und was macht man in Sri Lanka nicht? Genau: Pläne.

Mein Tag war also komplett das Gegenteil von dem Plan, den ich im Kopf hatte, als ich mich ins Bett gelegt habe gestern Abend.


Um 7 Uhr klingelt das Handy. Ich denke mir erst was soll das, meinen Wecker habe ich ja erst für eine halbe Stunde später gestellt. Verschlafen gehe ich an das Handy- Indrani ist dran.
Irgendwie macht sie mir klar, dass ich aufstehen und mich fertig machen soll und so schnell wie möglich frühstücken muss, um 8 Uhr käme Vipassi und wir fahren nach Colombo, mein Visum verlängern.

Ich bin total hin- und hergerissen zwischen wütend, verwirrt und verschlafen sein.
Aber okay, schnell ins Bad mich frisch machen und dann meine Sachen zusammensuchen, die ich zum Glück die ganze Zeit schon fix und fertig vorbereitet und im Schrank bereit liegen hatte.
Den ganzen Kram habe ich mir geschnappt, mir was anderes zum Anziehen geholt (statt Rock eine Hose und statt Pseudo-Crocks festes Schuhwerk).
Zu meinem Glück war Anna um halb 8 schon längst auf den Beinen und zusammen haben wir Frühstück für mich gemacht.
Wie sich dann herausgestellt hat, hatte ich (wie immer!!!) mehr als genug Zeit zum anziehen und frühstücken, selbst wenn ich eine halbe Stunde später aufgestanden wäre.
Das hat mir Indrani dann bei unserem zweiten Telefonat am frühen Morgen gesagt…
Damit ich etwas zu tun hatte, bin ich zu Indrani gelaufen.

Dort haben wir dann noch bis halb 10 gewartet, bis Vipassi dann mit Auto und Fahrer ankam und uns abgeholt hat.
Um 20 vor 10 ging es dann also endlich los: 4 Stunden Fahrt nach Colombo standen vor uns.
Aber Autofahren war um einiges angenehmer als das Fahren mit dem Bus. Und wir waren sogar schneller da, trotz 3 kurzen Stopps (einmal um zu tanken, einmal um Mittag zu essen, einmal um an einem Tempel mit einer riesigen Dagoba (!) ein bisschen Geld dazulassen, damit wir für die Weiterfahrt beschützt sind. Bei dem Verkehr wirklich notwendig ).
Der Verkehr in Colombo war allerdings die reine Hölle.
Ein einziges „Stop and Go“, bei dem wir anscheinend immer die Stopps erwischt hatten.
Aber irgendwie haben wir es dann noch zur Ein- und Auswanderungsbehörde geschafft.

Vipassi war dort unser Führer und wir, Indrani und ich, sind hinterher gehechtet.
Zuerst ging es in den dritten Stock zur Visumsabteilung.
Da hat Vipassi irgendwas nachgefragt. Ich stand daneben und erblickte ein erschreckendes Schild, auf dem stand, dass Visumsanträge bis 2 Uhr eingereicht werden müssen. Es war Viertel nach 2.
Vipassi riss sich von dem Tresen und ging wieder zum Aufzug, die nebenbei bemerkt auch eine (veraltete) Katastrophe waren. Dauernd haben sich die Türen geschlossen, wenn noch Leute drin steckten oder raus bzw. rein wollten.

Okay, vom dritten Stock ging es wieder in den ersten Stock und Vipassi hechtete in ein Büro.
Ich war ganz verwirrt. Nach vielleicht 5 Minuten sind wir dann wieder in den Aufzug und wieder in den dritten Stock.
Vipassi ist dann direkt in die Abteilung gegangen, während ein Sicherheitsbeamter Indrani und mich erst mal festgehalten hat.
Wir (also Indrani) konnten ihn aber überzeugen, dass wir harmlos waren und unserem Mönch folgen mussten.

In der Visumsabteilung hat es Vipassi dann fertiggebracht, dass ich einen Verlängerungsantrag bekomme. Hektisch habe ich den dann ausgefüllt, während Indrani mir von der Seite zusätzlich Druck gemacht hat.
Zum Glück hatte ich an alles gedacht, auch an die Passfotos.

Dann wurden wir zu dem Chef der Abteilung gerufen, der sehr beschäftigt hinter seinem Schreibtisch Anträge erteilt hat.
Ganz streng hat er mich dann nach meinem Grund meiner Verlängerung gefragt.
Vipassi hat mir aber auch hier ausgeholfen und bescheinigt, dass er mich braucht wegen dem Deutschunterricht im Tempel. Puh, auch dieses unangenehme Interview wäre geschafft.

Dann ging es ans bezahlen (ah, kostet das viel!) und warten.
Meine Glücksnummer war die A18. Und nach ziemlich genau einer Stunde Aufenthalt im Ministerium wurde ich aufgerufen und hielt kurz darauf meinen Pass mit der Visumsverlängerung in der Hand.
Ihr glaubt nicht wie erleichtert ich in dem Moment war.
Jetzt kann auch die Planung für meine Reise in den Osten so richtig losgehen!!!

Gut gelaunt konnten wir dann wieder die Heimreise antreten.
Haha. Habt ihr vergessen, wie das mit den Plänen so ist?
In Sri Lanka muss man spontan sein.
Spontan sind wir dann beim Pizza Hut eingekehrt und ich hatte meine erste Pizza seit keine Ahnung. Das war sooo toll!!!

Dann sind wir aber immer noch nicht nach Hause.
Eigentlich dachte ich, Vipassi muss um 8 Uhr einige Gebete abhalten, aber die Aufgabe hat er jemandem anders erteilt oder das alles verschoben oder keine Ahnung, was er gedreht hat, aber so hatten wir noch ein wenig Zeit und sind noch jemanden besuchen gegangen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, hatten der Mönch, dessen Tempel wir besuchen gingen, und Vipassi den gleichen Lehrer. Vipassi hat von seinem Bruder gesprochen. Ich nehme jetzt mal an, dass er dann damit seinen „Mönchs- Bruder“ gemeint hat.
Der Tempel war sehr gepflegt und fast schon luxuriös, vor allem das Haus, in dem die Mönche leben.
Es gab dann eine Tasse Tee dort und eine kleine Rundführung.
Dabei konnte man sehr viele Kostbarkeiten (zumeist in Form einer Buddhastatue) bestaunen. Neben einem Bodhi- Baum, stand ein großes Meditationshaus. Im oberen Stockwerk stand noch eine goldene, gestiftete kleine Dagoba in einem Schrein, das vielleicht teuerste Stück im ganzen Tempel.

Dann ging es aber tatsächlich nach Hause.
Fast unglaublich oder?
Während wir nach Hause fuhren, wurde es langsam dunkler.
Ich habe beschlossen, dass ich diese Zeit, in der es dämmert, der Himmel sich rosa-rot verfärbt und die bunten Lampen an den Tempeln und Häusern angehen, liebe.
Im schönsten Dämmerlicht sind wir dann wieder an der riesigen Dagoba vorbeigefahren (natürlich wieder nicht ohne eine kleine Opfergabe), die auch einfach wunderschön angeleuchtet war.


Um viertel vor 9 war ich dann endlich wieder im Hotel.

So, das war mein verrückter Tag hier!
Ganz viele liebe Grüße aus Sri Lanka an euch alle (und vor allem an meinen Paps, der heute Geburtstag hat :-*),
eure Veronika

5.10.11 18:31


Nicht viel aber etwas :)

Hallo ihr Lieben,

nachdem gestern so viel passiert ist und ich euch so viel zu erzählen hatte, ist heute eigentlich das genaue Gegenteil passiert, nämlich so gut wie nichts.
Heute Morgen bin ich aufgewacht und war noch immer wie gerädert von der Fahrt nach Colombo.
Ich konnte aber auch natürlich nicht früh ins Bett gehen oder so.
Also habe ich das mir auch selbst zuzuschreiben.

Ich war heute bei Indrani den ganzen Tag über.
Halt. Das stimmt so nicht. Ich war, bevor ich bei Indrani war, noch eine Stunde im Batikhaus.
Habe Tee mit den Frauen getrunken und ihnen dann noch kurz bei der Arbeit zugeschaut und dann bin ich zu Indrani. Und da Indrani nicht viel gemacht hat (und mich auch manchmal gerne überhört hat), habe ich dann auch nicht viel gemacht.
Schön waren aber meine Tierbegegnungen heute.
Auf meinem Weg zu Indrani hat es auf einmal in den Bäumen links und rechts neben mir geraschelt.
Da saß dann doch gleich eine ganze Affenbande dort.
So nah beim Hotel waren sie noch nie.
Das war beunruhigend (wer will schon Affen im Zimmer haben) aber auch echt cool, so auf eine affenartige Art.
Bei Indrani konnte ich dann noch einen tollen bunten Vogel beim Futterklauen beobachten.
Fragt mich ja nicht was für eine Art das sein könnte. Er war aber sehr grün und recht groß, mit einem gelben Schnabel.

So, dann macht es mal wieder gut, ihr Lieben, heute war es mal wieder ein Eintrag  von der Art „kurz und gut“
liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

6.10.11 14:29


Mahansi (müde) ?!

Hallo ihr Lieben,

wie geht es euch so?
ich bin im Moment eher ein wenig müde. Busfahren ist halt immer auch noch anstrengend.
Bus fahren musste ich, um zu Vipassi heute zu kommen.
Beziehungsweise, um nach Matara zu kommen, von wo ich abgeholt werde.
Mit Malani bin ich nach Matara rein gefahren. Sie ist dann aber eine Station früher ausgestiegen, um zum Tempel zu gehen, während ich zum Busbahnhof weitergefahren bin.
Und da stand ich erst mal.
Ich habe gegenüber vom Busbahnhof, am Kino gewartet, und gewartet und gewartet, darauf, dass mich jemand abholt.
Nach ein paar Telefonaten ist dann mein Fahrer auch bald gekommen:
Es war nur leider schon 10 Uhr, und bis ich dann beim Tempel ankam und meine ganzen Unterlagen kopiert hatte, war es halb 11.
Also hat der Unterricht eine halbe Stunde später als sonst angefangen.
Überzogen habe ich dann aber nicht allzu lange, dafür wieder ein wenig Hausaufgaben gegeben. Darunter ein Kreuzworträtsel.
Heute haben wir dann auch die Artikel durchgenommen und das 1,2 oder 3, das „Der, Die, oder Das“ Spiel gespielt.
Am Anfang gab es noch ein wenig Anlaufschwierigkeiten, aber das haben die gegen Ende ganz gut hinbekommen.
Und durch das Spiel haben sie ein wenig Bewegung und Abwechslung von der öden Grammatik bekommen.
Die Busfahrt zurück war ganz gechillt.
Ich bin nur, wie ich schon bei Einsteigen vermutet habe, während der Fahrt fast eingeschlafen.
Das hat mir sogar Indrani angesehen, als ich dann zu ihr kam.
Wir haben dann noch ein Interview gemacht, an dem ich jetzt noch sitze und hatten auch noch Lunch, den Malani gekocht und mitgebracht hat.
Ich liebe diese Curries … Mhhh Lecker
Sonst habe ich nur ein kleines bisschen PC-Arbeit zu erledigen.
Dann macht´s mal gut-
Liebe Grüße aus Sri Lanka, eure Veronika

7.10.11 14:54


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